Bart färben.

Egal ob gegen graue Haare oder für den neuen Style: Mit unseren Tipps & Tricks färben Sie Ihren Bart ohne lästige Probleme!

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Bart färben leicht gemacht – Wie’s geht!

Es gibt verschiedene Gründe dafür, warum sich ein Mann seinen Bart färben möchte. Mancher möchte einfach nur eine andere Farbe ausprobieren, andere wollen ihre grauen Haare loswerden, um etwas jünger zu wirken. Bevor wir aber zum praktischen Teil kommen, doch erst noch ein paar Worte, um falsche Vorstellungen auszuräumen. Durch die Färbung der Barthaare wird Ihr Bart nicht schneller wachsen, seine Form oder Struktur nicht großartig ändern und nicht dichter, stärker oder voluminöser werden. Es mag nach dem Färben zwar so wirken, als wäre Ihr Bart dichter und würde schneller wachsen. Doch kommt das vor allem davon, dass blonde und rothaarige Bärte viele transparente Härchen besitzen – diese haben Sie immer, Sie können sie aber im gefärbten Zustand besser sehen.

Was Sie aber mit Färben erreichen können: Ihr Bart wird etwas trendiger und frischer aussehen, auch die grauen Haare werden nicht mehr sichtbar sein, es sei denn, Sie möchten Ihren Bart grau färben, was momentan eine absolute Modeerscheinung ist und vielen Männern richtig gut stehen kann. Bedenken Sie aber, dass Ihr Bart ständig weiter wächst und daher desöfteren nachgefärbt werden muss. Gerade bei kurzen Bärten wie dem Dreitagebart hat das Färben also wenig Sinn: Ein gefärbter Dreitagebart wird schnell wieder ungepflegt aussehen – ganz zu schweigen davon, dass es recht komplex wird, die kurzen Bartstoppel überhaupt zu färben.

Was brauchen Sie zum Bart färben?

Was brauchen Sie zum Bart färben? Eigentlich ist die Liste der Utensilien recht kurz, optimalerweise brauchen Sie zum Färben nämlich nur:

  • Bartfärbemittel mit dem gewünschten Farbton,
  • Spezialpinsel zum Auftragen des Färbemittels (oftmals beiliegend),
  • Schutzhandschuhe,
  • und eine Hautcreme für Hals und Gesicht zum Schutz gegen Hautverfärbung.

Dabei gibt es ganz verschiedene Bartfärbemittel. Aus eigener Erfahrung können wir von sehr positiven Ergebnissen mit Brush-in-Gels für den Bart berichten, wenn graue Haare abgedeckt werden sollen. Für komplett neue Farben gibt es andere Färbemittel, die sehr empfehlenswert sind. Doch welches Bartfärbemittel ist für Sie am besten geeignet?

Wie Sie das richtige Bartfärbemittel wählen

Die Produktpalette an unterschiedlichen Bartfärbemitteln ist inzwischen groß. Grundsätzlich sind Barthaare etwas dicker und auch widerspenstiger als Kopfhaare mit dem Ergebnis, dass die Farbe von Barthaaren meistens etwas schwerer absorbiert wird. Das ist auch der Grund, warum verschiedene Herstellern extra Färbemittel für den Bart anbieten und auch stetig neue Variationen entwickeln.

Bart färben – Das sind die Mittel gegen graue Haare

Graue Haare kommen mit dem „Alter“, bei manchen schon in den Mitt-Zwanzigern, bei Anderen kommen die grauen Haare erst sehr spät oder garnicht. Graue Haare sind dabei quasi „farblos“, den Härchen fehlen die Farbpigmente. Diese grauen Haare sind von Natur aus etwas trockener und sensibler, sie nehmen auch die Farbe etwas schwerer an. Zur Auffrischung ergrauter Bärte gibt es verschiedene Gel-Produkte, die aus unserer Erfahrung heraus sehr gut wirken und auch von vielen Anwendern hochgelobt werden. Dabei werden die grauen Barthaare den umliegenden Haaren im Farbton angeglichen, um eine möglichst natürliche Haarfarbe zu erreichen, die der ursprünglichen Haarfarbe entspricht. Deshalb sollten Sie bei Brush-in-Gel Produkten auch eine Farbnuance wählen, die möglichst Ihrer natürlichen Bartfarbe entspricht. Diese Bartfärbemittel sind auch recht unkompliziert in der Handhabung und können sehr komfortabel aufgetragen werden. Das halbfeste Gel wird mit einem Spatel „angerührt“ und dann mit einer kleinen Bürste in den Bart eingebürstet. Nach vier bis maximal fünf Minuten sollte das Gel dann mit Haarshampoo gründlich aus dem Bart ausgewaschen werden. Wichtig: umliegende Haut des Bartes vorher eincremen, damit Hautverfärbung leicht wieder abgewaschen werden kann, und: unbedingt Handschuhe tragen!

Unsere Produktempfehlungen gegen graue Barthaare





Bart färben mit Henna

Ein gutes und alt bewährtes natürliches Haarfärbemittel ist „Henna“, das aus rein pflanzlichen Stoffen besteht und den Haaren eine rötliche Tönung verleiht. Je nach Haartyp bewirkt Henna Nuancen von Mahagonirot bis hin zu knalligem Orangerot. Durch Untermischung von Kräutern kann man die Rotnuancen beliebig steuern. Mit dem richtigen Hennapulver können Haare sogar komplett schwarz gefärbt werden, da diese einen extrem dunklen Rotton haben. Auch Brauntöne lassen sich recht gut mischen. Henna ist zugleich auch ein Pflegemittel für die Haare, bei dem bis jetzt keine allergischen Reaktionen gefunden werden konnten, es ist also besonders geeignet für Allergiker. Pflanzliche Farben beinhalten meist Henna, das aber z. B. mit Rosmarin, Salbei, Kamille, Indigo, Walnuss oder Rhabarber vermischt wird, um schließlich andere Farbtöne daraus zu gewinnen.Jedoch lassen sich mit Henna keine gravierenden Farbunterschiede erreichen: Dunkle Barthaare werden nicht wirklich heller und helle Barthaare können nicht viele Nuancen dunkler gefärbt werden. Der graue oder weiße Bart nimmt die Färbung mit Henna auch nur schwer an. Den Bart färben mit Henna können Sie also, wenn Sie eine natürliche und einheitliche, etwas rötliche Bartfärbung erreichen wollen.

Unsere Produktempfehlungen




Vorteile von Henna als Bartfärbemittel

+Es ist ein Naturprodukt

+Henna pflegt die Haare

+verschiedenste Tönungen erhältlich

+Henna lässt den Bart rot schimmern

+Henna ist auch für Allergiker geeignet

Nachteile von Henna als Bartfärbemittel

-Lange Einwirkdauer

-Darf nicht zu sehr vom originalen Haarton abweichen

-Blonde Bärte werden „orange“

-Schlechte Abdeckung grauer & weißer Barthaare

Ein kleiner Tipp:
Sie können Henna z. B. in Bioläden, orientalischen Lebensmittelläden oder Drogerien kaufen. Einige Hersteller fügen ihren Produkten aber etwas Wasserstoffperoxid hinzu, um den Farbton dadurch eine Idee heller zu machen. Wenn Sie Wert auf  ein reines Naturprodukt legen, können Sie zum Beispiel nach dem Siegel „Kontrollierte Naturkosmetik“ Ausschau halten.

Wie Sie Ihren Bart grau färben / weiß färben

Voll im Trend sind auch Farben, die andere lieber übertönen wollen: So sind graue und weiße Bärte ein richtig auffälliges und modisches „Accessoire“ geworden. Ihren Bart grau färben können Sie am einfachsten mit einem Haarbleichungs-Produkt oder einem „White Toner“. Die Bleiche wenden Sie statt auf die Kopfhaare auf die Barthaare an, dabei sollten Sie sicherheitshalber auf den Beipackzettel achten, um Hautreizungen zu vermeiden.


Wie Sie die richtige Farbe beim Bart färben wählen

Wir können von vielen Anwendern berichten, die gute Erfahrungen gemacht haben, eine Bartfarbe zu wählen, die eine Nuance heller als die angestrebte (natürliche) Bartfarbe ist. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Wer sich nicht ganz sicher über die Farbwahl ist, kann mit einer helleren Farbe nichts falsch machen. Schließlich lässt sie sich leicht mit einer dunkleren Farbe überfärben. Ein Geheimtipp: Wenn Sie mit der helleren Nuance aber die Färbeprozedur gleich zweimal hintereinander machen, dann kommen Sie Ihrer Wunschfarbe oftmals sehr nahe.

Auch können Sie gleich eine etwas dunklere Nuance Ihrer Wunschfarbe verwenden, dann aber die Einwirkzeit etwas kürzer bemessen. Falls Ihnen das Ergebnis noch nicht dunkel genug ist, können Sie noch eine kurze Nachfärbung mit noch kürzerer Einwirkzeit nachschieben.

Ihren Bart schwarz färben solltest Sie im Übrigen lieber nicht: Auch im Volksmund „Schwarzhaarige“ haben hier leichte Brauntöne im Bart. Ein komplett schwarzer Bart kann etwas bizarr wirken, denn durch den extremen Kontrast zur Gesichtshaut wirkt der Bart ziemlich unnatürlich und aufgesetzt, fast wie ein Faschingskostüm. Besser sind in diesem Fall die warmen Töne eines dunklen Brauns.

Wie Sie Ihren Bart richtig färben: Schritt für Schritt zu mehr Farbe im Gesicht

Da das Bart färben beim ersten Versuch nervenaufreibend sein kann, haben wir für Sie eine Schritt für Schritt Anleitung zum Färben Ihres Bartes zusammengestellt.

  1. Die Bedienungsanleitung des Färbemittels sorgfältig lesen. Manche Farben werden auf die trockenen Barthaare aufgetragen, bei anderen Färbemitteln soll der Bart angefeuchtet sein. Grundsätzlich gilt z. B., dass die Barthaare das Färbemittel nicht so gut annehmen, wenn der Bart gerade mit Shampoo frisch gewaschen wurde.
  2. Die Hautverträglichkeit des Färbemittels z. B. auf dem Innenarm erst einmal testen. Falls sich dort möglicherweise sogar juckende Rötung entwickelt, besteht die Gefahr der allergischen Reaktion.
  3. Auf die am Bart angrenzenden Hautpartien eine dicke Schicht schützender Hautcreme auftragen, damit diese Hautpartien am Hals und im Gesicht nicht mit gefärbt werden.
  4. Die Handschuhe (meistens in der Packung des Färbemittels enthalten) unbedingt anziehen.
  5. Die Farbe mithilfe des Pinsels sorgfältig auf den Bart auftragen und dann gut durchkämmen, um die Farbe gleichmäßig zu verteilen. Achten Sie darauf, dass Sie dabei die Gesichtshaut nicht zerkratzen.
  6. Einwirken lassen, die empfohlenen Zeiten genau beachten, sonst bekommen Sie eine deutlich dunklere und inhomogene Farbe.
  7. Den Bart schließlich gründlich ausspülen und Gesicht und Hals danach waschen. Bestenenfalls duschen Sie sich gleich nach der Tönung und waschen den Bart mit gewöhnlichem Haarshampoo.

Barthaare reagieren oft recht individuell und eigenwillig auf eine Färbung. Bei zu intensiver Färbung können Sie das Ergebnis mithilfe eines speziellen “Clarifying Shampoo” korrigieren.

Last not least – Was Sie lieber nicht tun sollten

Im Internet findet man Tausende mehr oder weniger gut gemeinte Ratschläge von mehr oder weniger verantwortungsvollen Ratgebern. Viele davon sollten Sie großzügig ignorieren. In diesem Zusammenhang fanden wir zum Beispiel den tollen Bart-Färbe-Tipp, wasserfeste schwarze Wimperntusche oder Schuhcreme lange in den Bart einzumassieren. Besser soll das ganze sogar noch halten, wenn es großzügig mit Haarspray fixiert wird.
Diese Bartfärbemethode sorgt vielleicht für wochenlanges Gelächter bei den Kollegen oder ist super für einen langen Karnevalsauftritt. Eine schöne und saubere Färbung erreichen Sie damit allerdings nicht. Wollen Sie Ihren Bart färben, sollten Sie lieber auf die richtigen Produkte zurückgreifen.

Beardman, 2017