Eingewachsene Haare.

Eingewachsene Haare nerven und können schmerzhaft sein. Mit unseren Tipps & Tricks kannst Du das verhindern!

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Eingewachsene Haare

Sie sind nervig, oftmals schmerzhaft und entzünden sich schnell: Eingewachsene Barthaare können jeden Bartträger zur Weißglut bringen. Dazu entzünden sie sich schnell und sorgen dann für Pickel und Entzündungen, die das Gesicht und den Bart ungepflegt wirken lassen. Aber auch an anderen Körperstellen können eingewachsene Haare schmerzhaft sein – eigentlich überall, wo Du Dich regelmäßig rasierst. Wie Du  in Zukunft eingewachsene Haare vorbeugen kannst und was du gegen sie tun kannst, zeigen wir Dir hier!

Rasierpickel durch eingewachsene Haare

Dass eingewachsene Haare starke Schmerzen verursachen und einen Mann zum Wahnsinn treiben können, davon hast Du bestimmt schon mal gehört oder gelesen. Gerade auch eingewachsene Barthaare sind ein durchaus häufiges Problem, da Barthaare in aller Regel auch stärker als Kopfhaare sind. Hinzu kommt, dass die Gesichtshaut des Mannes meistens etwas fester und dicker ist als bei Frauen, manchmal sogar auch etwas verhornt mit der Folge, dass einzelne frisch rasierte Haare die obere Hautschicht nicht durchstoßen können und daher nach innen weiter wachsen. Die Gesichtshaut reagiert mit unangenehmen Rasierpickeln darauf, womit sozusagen ein Teufelskreis eingeläutet wird.

Die Rasierpickel verursachen ihrerseits wieder eine leichte Verhornung der Haut, bei der nächsten Rasur wird die verhornte Haut erneut verletzt und noch mehr verhornt, weshalb das Barthaar dann noch schlechter durchkommt, und wieder bildet sich ein Rasierpickel usw. Hinzu kommt, dass in die verletzten Stellen Schmutz und Bakterien eindringen und zu Entzündungen in der Gesichtshaut führen können. Viele Männer lassen sich gerade deshalb einen Vollbart stehen, um genau dieser Problematik zu entkommen.

Aber auch beim Vollbart musst Du eine richtige Konturlinie ziehen und evtl. bei ungleichmäßigem Bartwuchs bestimmte Stellen ausrasieren. Es kann auch sein, dass ein Vollbart gar nicht zu Deiner Gesichtsform passt, oder Du Probleme mit ungleichmäßigem oder schwachem Bartwuchs hast. Am besten ist es, Du unterbrichst den Teufelskreis so schnell wie möglich, und das gelingt mit der richtigen Bartpflege und mit der richtigen Rasurtechnik.

Eingewachsene Haare vorbeugen

Vorbeugen ist immer besser als Heilen, so auch bei den eingewachsenen Barthaaren. Wenn Du den Bart in einer bestimmten Form halten möchtest, musst Du bestimmte Partien im Gesicht und am Hals regelmäßig rasieren. Eingewachsene Haare beugst Du hier ganz einfach vor:

In einem ersten Schritt solltest Du den Bart auf diese Maßnahme vorbereiten. Dazu gehört die gründliche Gesichtsreinigung vor der Rasur. Das machst Du mit klarem, lauwarmem Wasser, danach rubbelst Du Dein Gesicht leicht ab, und zwar mit einem feuchtwarmen Handtuch. Das hilft nämlich dabei, Fett, Talg und abgestorbene Hautzellen zu entfernen, und die Hautporen öffnen sich etwas, Gesichtshaut und Barthaare werden etwas weicher. Viele Männer bevorzugen es daher, sich direkt nach einem ausgiebigen Bad oder einer langen Dusche zu rasieren. Also, nimm Dir etwas Zeit und verbinde das Nützliche mit dem Angenehmen.


Der zweite Schritt besteht darin, sein Gesicht gründlich hinsichtlich vorhandener Pickel zu prüfen, denn beim Rasieren sollst Du diese Stellen beachten. Zur Vorbereitung der Rasur solltest Du den Rasierschaum mit kreisenden Bewegungen großzügig dort einmassieren, wo rasiert werden soll. Übrigens, die richtige Wahl beim Rasierschaum ist sehr wichtig, gerade wenn man zu Rasierpickeln neigt.

Richtig rasieren: Um eingewachsene Haare zu vermeiden, solltest Du unbedingt „mit dem Strich“ rasieren. Wenn Du „gegen den Strich“ rasierst, was sich viele Männer angewöhnt haben, werden die Barthaare sehr tief greifend und scharfkantig abgeschnitten, was im Nachgang eine Reizung der Haut und damit auch zu eingewachsenen Haaren führen kann. Achte vor allem auch auf das, auf Dein Gesicht optimal angepasste, Rasiergerät, lege Dir ggf. auch ein einfaches aber gutes mechanisches Gerät, zum Beispiel einen Rasierhobel, zu.

Nach der für die Haut stressigen Rasur ist zu empfehlen, sich ein paar Sekunden lang ein nass-kaltes Handtuch auf das Gesicht zu drücken. Durch die leichte Abkühlung verschließen sich die Poren etwas und die Haut beruhigt sich. Danach kannst Du Dein Gesicht trocken abtupfen, aber bitte nicht abrubbeln – das führt nur zu weiterer Reizung. Ein After Shave Balsam ohne Alkohol wirkt nach der Rasur Wunder! Alkoholhaltige Produkte können empfindliche Haut zu stark austrocknen (das liegt an der hydrophilen Eigenschaft von Alkohol), was wiederum die Entstehung eingewachsener Haare und Rasierpickel begünstigen würde. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe spezieller Bartpflegeprodukte, wie Bartöle, Bart-Feuchtigkeits-Fluid, Bart-Conditioner usw., die Deinen Bart weich und geschmeidig halten.


Eingewachsene Haare entfernen – schnell und schmerzlos

Dazu bedarf es einer kleinen Vorbereitung. Bedecke Dein Gesicht zunächst einige Minuten lang mit einem feuchtwarmen Handtuch. Durch diese einfache Prozedur öffnen sich die Poren und entspannen Deine Gesichtshaut. Eingewachsene Barthaare entfernen kann man zwar prinzipiell auch mit einer Nadel, aber besser eignet sich dazu eine spezielle Pinzette, die z. B. auch für das Entfernen von Holz- oder Metallsplitter zum Einsatz kommt. Das kleine Werkzeug muss aber unmittelbar vor dem Einsatz gründlich desinfiziert werden. Lege die Pinzette (oder Nadel) also in ein Glas mit purem Alkohol oder in ein anderes Desinfektionsmittel (in der Apotheke erhältlich). Ein eingewachsenes Haar entfernen solltest Du unbedingt mit vorher sehr gründlich gewaschenen Händen in Angriff nehmen, um das Hereintragen von Keimen und Bakterien zu unterbinden. Meistens steht das eingewachsene Haar unter einer leichten Bogenspannung, d. h. Du musst es nur an der richtigen (eingewachsenen) Seite konsequent aus der Haut heraus ziehen, dann stellt es sich auf, und das ist dann schon völlig ausreichend.


 

Interessantes zum Thema Eingewachsene Haare:

Der kirgisische Schriftsteller Tschingis Aitmatov beschrieb in seinem epischen Roman „Ein Tag länger als das Leben“ einen besonders grausamen Brauch unter asiatischen Siegern gegenüber ihren Gefangenen. Sie rasierten den Kopf des Gefangenen ganz kahl und stülpten dann die Haut eines frisch geschlachteten Tieres über die Glatze. Dann überließ man den gefesselten Gefangenen mehrere Tage der heißen Sonne. In dieser Zeit verwuchsen seine sprießenden Haare mit der Tierhaut. Aber mache Haare konnten die starke Tierhaut nicht durchdringen, bogen sich um und wuchsen dann in die eigene Kopfhaut des Gefangenen ein. Dies verursachte so extrem quälende Schmerzen, dass der arme Mensch davon wahnsinnig wurde. Auf diese grausame Weise machte man aus den überlebenden Gefangenen perfekte Sklaven, stark genug für die härteste Arbeit, aber völlig willenlos, ohne eigene Identität und ohne jede Erinnerung an ihr früheres Leben. So viel dazu, was eingewachsene Haare anrichten können.
Beardman, 2017