Damenbart.

Damenbart muss nicht sein: Wir verraten Dir, wie Du den lästigen Flaum zuverlässig entfernst!

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Damenbart entfernen

Ob nun Mann oder Frau, beide beschenkt die Natur mit jenen feinen flaumartigen Haaren am ganzen Körper. Während der Pubertät dann verwandeln sich diese feinen Vellushaare an manchen Körperstellen in vollständig ausgebildete, pigmentierte, kräftige Terminalhaare. Was meistens die Jungen sehr erfreut und mit Stolz beseelt, nämlich der Bartwuchs, kann einer Frau viel Ärger bereiten – der Damenbart ist für viele Frauen eine lästige Qual. Ja, es sind nicht einmal so wenige Frauen, deren Flaum sich dunkel einfärbt, oder die sogar richtige Barthaare entwickeln, meistens über der Oberlippe oder am Kinn.

Für dieses Phänomen, dass einer Frau dort Haare wachsen, wo in der Regel nur Männer stärker behaart sind, gibt es den medizinischen Fachbegriff Hirsutismus. Meistens ist dies durch eine genetische Veranlagung oder durch eine Hormonstörung begründet. Allerdings kann übermäßiges Haarwachstum bei einer Frau auch durch einen Tumor ausgelöst werden. Daher ist es sehr ratsam, die Ursachen eines Damenbartes durch einen Arzt abzuklären zu lassen.

Von Hirsutismus sind immerhin ungefähr 5 bis 10 Prozent aller Frauen betroffen, wobei aber eine genaue Abgrenzung zwischen „noch normal“ und Hirsutismus kaum zu ziehen ist. Wer als junge Frau noch keinen starken Haarwuchs hat, kann diesen aber mit zunehmendem Alter durchaus noch bekommen, ausgelöst z. B. durch bestimmte Erkrankungen und Medikamente oder durch eine hormonelle Umstellung ggf. nach der Menopause.

Ein berühmtes Beispiel für einen Damenbart ist die Malerin Frida Kahlo. Sie ging sehr selbstbewusst mit ihrem verstärkten Haarwuchs um, indem sie ihren kleinen Bart und ihre starken, zusammengewachsenen Augenbrauen bei Selbstporträts nicht kaschierte. Da dies aber nicht dem Idealbild der Frau entspricht, versuchen die meisten Frauen sozusagen mit allen Mitteln ihren Damenbart zu entfernen – mit mehr oder weniger großem Erfolg.

Damenbart entfernen – Welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Damenbart zu entfernen oder zumindest „unsichtbar“ zu machen. Ein universales Mittel dagegen gibt es aber nicht. Welche Methode zu Dir passt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Wie dick und kräftig die Damenbart-Haare sind,
  • wie dicht die Haare wachsen,
  • welche Farbe die Haare und Deine Haut darunter haben,
  • wie schmerzempfindlich Du bist bzw.
  • wie viel „Schmerzen“ Dein Portemonnaie ertragen kann.

Damenbart rasieren

Zwar erscheint die einfachste, schnellste und schmerzfreie Maßnahme gegen einen Damenbart der Griff zum Rasierer zu sein, dabei werden die Haare aber nur oberflächlich abgeschnitten. Nach kurzer Zeit sprießen dann pikende Stoppeln, was besonders auch den Partner stören kann, und die Haare wachsen schnell wieder nach. Wenn Du also nicht alle paar Tage nachrasieren willst, ist das Damenbart rasieren nicht besonders empfehlenswert für Dich.

Damenbart bleichen

Dünne, weiche und eher nur vereinzelte Haare lassen sich gut bleichen. Dabei wird das Haar dem Farbton der Haut möglichst exakt angeglichen und dadurch quasi unsichtbar gemacht. Im Grunde genommen kommt das Damenbart bleichen einem Entfärben der relativ dunklen Haare der Gesichtsbehaarung gleich. Und in der Tat kommt hierbei ein Oxidationsmittel, z. B. Wasserstoffsuperoxid zum Einsatz. Die Haare werden dadurch weicher und öffnen die Poren. So kann das Bleichmittel gut in das Haar eindringen und die Farbpigmente effizient zerstören. Es ist plausibel, dass dieses schmerzfreie Vorgehen, den Damenbart zu bleichen, bei eher dunklen Haaren geeignet ist. Wenn die Haare naturgemäß hell sind, erzielt man damit keine wirkliche Wirkung, außer vielleicht eine Hautirritation, denn das Bleichmittel greift die umliegende Haut auch etwas an. Nach dem Bleichen solltest Du Deine Haut also unbedingt hinreichend Pflegen.

Damenbart auszupfen

Du kannst Deinen Damenbart auch mit einer Pinzette auszupfen. Das ist etwas schmerzhaft, aber eigentlich gut auszuhalten. An diesen Stellen wachsen die Haare deutlich langsamer und spärlicher nach. Bei eher einzeln stehenden Haaren kann man diese Methode gut anwenden, wenn es sich um einen dichten Bart handelt, sind Zeitaufwand und Schmerzen ziemlich umfänglich. Bei dichterer Behaarung solltest Du also lieber epilieren, rasieren oder wachsen. Auch eine Laserentfernung käme dann in Frage (siehe unten).

Damenbart epilieren

Damit kommen wir zu einer echt schmerzvollen Methode, bei der mehrere Haare zugleich, quasi büschelweise herausgerissen werden. So werden die Haare relativ schnell und vollständig entfernt mit der erwünschten Folge, dass sie nur noch sehr langsam und deutlich ausgedünnt nachwachsen. Das kannst Du übrigens völlig autark zu Hause selbst erledigen. Der sogenannte Epilierer verwendet dafür ein Gerät mit rotierenden Walzen, die mit winzigen Pinzetten besetzt sind und so ein automatisiertes Herauszupfen bewerkstelligen. Dabei werden die Haare recht vollständig bis kurz vor der Haarwurzel heraus geholt mit dem Ergebnis, dass es mehrere Wochen dauert, bis wieder erste neue Stoppeln vorsichtig in Erscheinung treten. Eine weitere Alternative in diesem Zusammenhang ist die beinahe schmerzfreie Fadenepilation, eine durchaus weitverbreitete und schon sehr lange etablierte Technik in orientalischen Ländern. Dabei werden die Haare, eines nach dem anderen, um sehr dünne Fäden gewickelt und heraus gerissen. Diese Prozedur erfolgt aber durch eine darin erfahrene andere Person.

Damenbart wachsen

Das ist keine Wortspielerei, sondern eine zufällige, ungewollte Wortähnlichkeit im Deutschen. Es geht hierbei um die Anwendung einer warmen Wachsschicht, nicht um das Wachstum des Damenbarts. Nach dem Auftragen einer Wachsschicht verfangen sich die Haare im erkaltenden Wachs, sodass sie beim Abziehen der zusammenhängenden Wachsschicht sogar mit ihren Wurzeln aus der Haut heraus gezogen werden. An empfindlichen Körperstellen, besonders auch im Gesicht, kann diese Methode z. T. sehr schmerzhaft sein. Nach dieser relativ groben Behandlung, die auch zu Hautirritationen führen kann, hast Du ungefähr 2 oder 3 Wochen Zeit, bis wieder neue, aber sehr weiche und dünne Härchen nachwachsen.
Eine ähnliche, aber etwas schonendere und natürlichere Methode, den Damenbart zu entfernen, basiert auf der Verwendung einer Zuckerpaste, was gern treffend als Sugaring bezeichnet wird. Die Herstellung dieser süßen Paste ist einfach, aber auch recht zeitraubend. Daher werden heute Fertigpasten angeboten, Du kannst das Damenbart wachsen aber auch in einem Kosmetikstudio durchführen lassen.

Damenbart lasern

Eine neue und recht kostspielige Art ist das Damenbart entfernen per Laser. Der Laser ist ein hochgradig gebündelter, auf eine kleine Position konzentrierter Lichtstrahl, dessen hohe Energiedichte an diesem Punkt die Haarwurzel nachhaltig zerstört bzw. verbrennt. Dies bedeutet aber auch, dass die umgebende Haut effektiv gekühlt werden muss. Die Wahl der Wellenlänge des Lasers (blau ist energiereicher als rot) ist u. U. individuell an die Art der zu entfernenden Haare anzupassen.
Bei hellen Haaren, die kaum einen erkennbaren Kontrast zur umgebenden Haut aufweisen, kann diese Methode nur in ganz seltenen Fällen eingesetzt werden. Gut funktioniert das Lasern dagegen bei dunkelhaarigen Frauen mit eher heller Haut, denn in diesem Fall leitet der Laser seine gesamte Energie über die Haare direkt bis in die Haarwurzel, die dadurch geschädigt wird, nicht aber die Haut. Die Laserbehandlung funktioniert also am Besten auf ungebräunter Haut.
Die Methode ist allerdings zeitaufwendig und mit 50 bis 80 Euro pro Sitzung ziemlich teuer. Normalerweise darf man von 5 bis 8 Sitzungen ausgehen. Der Enthusiasmus über das erzielte Ergebnis hält sich bei einigen Anwendern sehr in Grenzen. Es gibt einzelne Berichte darüber, dass die Haare nach wenigen Monaten wieder an ihrem Platz erschienen, stärker als je zuvor.

Damenbart entfernen mit Enthaarungscreme?

Es ist eine Creme, die ganz speziell für Frauen mit Damenbart entwickelt worden ist. Der darin enthaltene Wirkstoff Eflornithin verlangsamt und verdünnt das Haarwachstum erheblich. Es ist also sozusagen das Gegenmittel zum, bei erblich bedingtem Haarausfall beliebten, Minoxidil. Wer die Creme regelmäßig aufträgt, kann laut ersten Erfahrungen erste Erfolge nach ca. 6 bis 8 Wochen verzeichnen. Zwar entfernt Vaniqa kein einziges Haar, aber sie repräsentiert zurzeit unseres Wissens weltweit die einzige Methode, die das Haarwachstum reduzieren und dauerhaft verlangsamen kann. In Deutschland ist Vaniqa verschreibungspflichtig, aus England kann man die Enthaarungscreme ohne Rezept erhalten.

Beardman, 2017