Rasierer.

Der Rasierer gehört zum Standardequipment eines Mannes. Doch was Du für eine perfekte Rasur wirklich brauchst, erfährst Du in unseren Tipps & Tricks.

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Rasierer

Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss, nämlich sich rasieren, wenigstens ab und zu mal. Auch, wenn Du einen Bart trägst, kommst Du nicht darum herum, manche Stellen etwas zu trimmen oder ganz zu rasieren – sonst sieht Dein Bart schnell ungepflegt aus. Daher zählt der Rasierer zu den wichtigsten Werkzeugen eines Mannes.

Zum Glück ist ja auch auf diesem Gebiet die Entwicklung weiter gegangen. Du musst dazu also keinen Feuerstein (Flint) schleifen, keine Muschelschale oder Haifischzahn suchen oder zu einem verhassten Barbier gehen, der ausgerüstet mit Rasiermesser oder Shavette jedes Mal seine Konzentrationsschwierigkeiten unter Beweis stellt.

Verdanken dürfen wir unsere heute erlangte Autarkie King Camp Gillette, dem amerikanischen Erfinder des mechanischen Rasierapparates, der bei uns auch als Rasierhobel bezeichnet wird. Obwohl die Erfindung bereits auf das Jahr 1901 zurückgeht, wird die doppelseitige Sicherheitsrasierklinge auch heute noch gern zur Rasur verwendet. Sie ist insbesondere für Männer mit empfindlicher Gesichtshaut empfehlenswert.

Nassrasur oder elektrischer Rasierapparat?

Der Nassrasierer

Nassrasierer mit 5 Klingen

Nassrasierer mit 5 Klingen

Allerdings ist es nicht immer einfach, einen mechanischen Rasierapparat in guter Qualität zu finden. Grundsätzlich wird hier unterschieden zwischen Systemrasierern mit auswechselbaren Klingenblöcken und den kostengünstigeren Wegwerf-Varianten. Die auf diesem Gebiet führenden Anbieter von Systemrasierern Gillette und Wilkinson befinden sich schon seit vielen Jahren im Wettkampf um die beste Nassrasur.

In der Konsequenz stieg die Zahl der Klingen der Nassrasierer nach und nach von zwei auf mittlerweile sechs z. T. einzeln federnd gelagerte und speziell gehärtete Klingen an. Feuchtigkeitsstreifen und Gummilamellen dienen dazu, die Haare unmittelbar vor dem Abschnitt aufzurichten. Hinzu kommt noch, dass die Klingenblöcke schwenkbar gelagert sind.

Der Trockenrasierer

1898 erreichte John F. O’Rourke das erste Elektrorasierer Patent (US Patent 616 554). Folgerichtig wurde dann 1915 der erste Trockenrasierer durch den schwäbischen Auswanderer Johann Bruecker entwickelt. Sein Trockenrasierer basierte auf rotierenden Klingen, die durch einen mechanischen Aufziehmotor angetrieben wurden. Erst mit der Entwicklung besonders kleiner Elektromotoren kamen in den 1930er Jahren die ersten elektrischen Trockenrasierer auf den Markt. Da mit der hier erstmals verbauten Scherfolie bzw. Scherblatt kein offenes Messer mehr verwendet werden musste, wurde auch sogleich der stolze Begriff der Sicherheitsrasur geprägt.

Jacob Schick (1878–1937) baute in seinem letzten Lebensjahr den ersten handlichen Elektrorasierer mit einem Schwingmotor als Grundlage für ein oszillierendes System, das von der Firma Remington (USA) angeboten wurde. Dem entgegen setzte Philips 1939 ein rotierendes 3-Klingen-Schersystem. Diese damals noch relativ teure Technik der Philips-Rasierer konnte sich aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Markt wirklich durchsetzen. In der Folge nahm sich dann auch die Firma Grundig in den 1980er und 1990er Jahren dieses Themas an, auch Braun Elektrorasierer waren schnell hoch im Kurs. Heute gibt es eine Vielzahl an Herstellern von Elektrorasierern. Einige Hersteller werben sogar mit wasserdichten Modellen, den sogenannten Nass- & Trocken Rasierern, die unter der Dusche verwendet und ausgewaschen werden können.

Vor- und Nachteile

Generell gilt die Trockenrasur als schonender für empfindliche Haut. Hier solltest Du aber auf einen hochwertigen Rasierer achten, denn billige Trockenrasierer mit schlechten Scherfolien können die Haut reizen und alle Stoppeln wirst Du damit auch nicht erreichen. Die Nassrasur ist zumeist gründlicher und je nach Gerät und Vergleichs-Trockenrasierer auch etwas schneller – aber auch hier gilt, wer billig kauft, riskiert eine rote und gereizte Haut. Ob Du ein Nass- oder Trockenrasur – Typ bist, kannst Du nur durch Testen herausfinden!

Den richtigen Elektrorasierer finden

Elektrorasierer Scherblatt

Elektrorasierer Scherblatt

Der Klingenblockrasierer basiert auf einem Schwingankerantrieb. Ein Schneidenblock bewegt sich unter dem Scherblatt schnell hin- und her und schneidet alle Bartstoppeln, die durch das Scherblatt hindurchragen quer ab. Je höher die Frequenz des schwingenden Messerblocks ist, desto sauberer ist auch der Haarschnitt. Ist die Schwingfrequenz zu niedrig, werden die Barthaare eher etwas unsauber geschnitten oder gerissen, was zu unangenehmen Ziepen führen kann. Dies kommt bei modernen Modellen nurnoch seltenst vor, was meist an einem schwachen Akku oder einer stumpfen Scherfolie liegt. Die Scherfolie und den Scherkopf eines solchen Rasierers solltest Du bei täglicher Benutzung alle 1 1/2 Jahre wechseln.

Gerade der Hersteller Philips ist bekannt für Rasierer mit rotierenden Schersystemen: Bei diesen wird das Rasenmäherprinzip auf die Dimension des Rasierapparates herunter gebrochen. Eine besonders schnelle Rotation mit sehr scharfen und qualitativ hochwertigen Stahlmessern bewirkt einen glatten, sauberen Abschnitt. Hatten die ersten Modelle noch Probleme mit schwierig zu erreichenden Gesichtsregionen, wirst Du heute kaum noch Qualitätsunterschiede bei diesen beiden Prinzipien bemerken.

Weitere konkrete Hilfestellung bei der Auswahl Deines Rasierers findest Du in unserem Elektrorasierer Test Bereich.

Richtig rasieren & Rasurbrand vermeiden

Auf der frisch rasierten Haut können Rötungen und Reizungen entstehen, der sogenannte Rasurbrand. Diese brennende und juckende Erscheinung wird auch oft von Rasierpickeln begleitet. Hier solltest Du genau auf die Ursache achten: Meistens ist der Rasurbrand eine Folge von stumpfen Rasierklingen, falscher Rasur oder hautreizender Pflegeprodukte. Rasurbrand ist eher ein Problem der Nassrasur, wobei er aber durchaus auch nach der Trockenrasur vorkommen kann. Mit den richtigen Pflegeprodukten und der richtigen Rasurmethode kannst Du Rasurbrand einfach vorbeugen.

Rasierer Tests – Den richtigen Rasierer finden

Philips, Panasonic, Braun und Remington sind zurzeit führende Hersteller von Elektrorasierern und stehen in großer gegenseitiger Konkurrenz, aber auch kleinere Hersteller sind hier vertreten. Die Auswahl ist daher enorm groß, und eines kann man sagen: rasieren können sie alle gut. Moderne Elektrorasierer können in puncto Präzision durch flexibel gelagerte Scherköpfe durchaus gut mit einem Rasierhobel mithalten, dazu verursachen sie in der Regel sogar weniger Hautreizungen als die handgeführte Nassrasur. Die Anbieter der Elektrorasierer locken ihre Kunden vor allem mit vielen Extras. Um Dir einen Überblick zu verschaffen, solltest Du Dich bei unseren Rasierer Tests einmal umschauen. Hier gehen wir für Dich informativ  auf die verschiedenen Rasierer und deren Zubehör ein. In unseren Elektrorasierer Tests erfährst Du auch, welche Geräte unter der Dusche bzw. für die Nassrasur besonders gut geeignet sind.

Beardman, 2017