Rasierhobel.

Nassrasur im Handumdrehen: Wir verraten Dir, wie Du die optimale Rasierhobel-Rasur erreichst und was Du dafür brauchst.

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Rasierhobel

Der Rasierhobel ist ein einfaches Instrument bzw. Werkzeug für die Nassrasur. Darin wird eine Rasierklinge so positioniert, dass die Schneiden nur ganz wenig nach außen ragen, um Schnittverletzungen möglichst zu vermeiden. Im Gegensatz zum Rasiermesser kann der Rasierhobel zurecht als Sicherheitsrasierer bezeichnet werden. Seit ungefähr 1884 bis in die 1970er Jahre rasierten sich die Männer vornehmlich mit dem Rasierhobel, der dann in die Richtung der Systemrasierer weiter entwickelt wurde.

Ein Grund für die schnelle Beliebtheit der Rasierhobel war die Tatsache, dass die kleinen, preiswerten Klingen einfach erneuert werden konnten und nicht mehr wie beim Rasiermesser geschärft oder abgezogen werden mussten. Hergestellt wurden und werden Rasierhobel aus Messing, Stahl (verchromt oder vernickelt), Bakelit, Kunststoff, Edelstahl oder Legierungen.

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Vor- und Nachteile des Rasierhobels

Jede Art der Rasur hat ihre Anhänger und Gegner. Elektrische Rasierapparate wurden in den letzten Jahren hinsichtlich der Schnittqualität und Hautschonung wirklich gut weiter entwickelt. Bei empfindlicher Haut sind die modernen elektrischen Rasierapparate eine gute Wahl. Darüber hinaus bieten sie auch die Möglichkeit, den Bart auf eine bestimmte Länge zu stutzen (z. B. 3-Tage-Bart), was mit dem Rasierhobel nicht möglich ist. Auf der anderen Seite ist man quasi dazu gezwungen, den elektrischen Rasierapparat täglich einzusetzen, da er bei längeren Barthaaren unangenehmes Ziepen verursachen kann. In dieser Hinsicht sind Rasierhobel oder Systemrasierer flexibler einsetzbar.

Gerade die Systemrasierer mit ihren schwenkbar und z. T. federnd gelagerten Klingenblöcken (bis zu 6 Klingen) können, allerdings bei etwas erhöhtem Zeitaufwand, eine sehr gründliche Rasur abliefern. Auch der Rasierhobel rasiert sehr gründlich, setzt aber ebenfalls ein Einseifen oder Einschämen der Barthaare voraus. Rasierhobel und Systemrasierer sind günstig in der Anschaffung, und Du brauchst Dich auch nicht um den „Ladezustand Deiner Hand“ kümmern.

Der Rasierhobel wird aktiv und sehr direkt über die Haut geführt mit der Konsequenz, dass Du in jedem Moment selbst über den Andruck und damit auch über eine mögliche Verletzungsgefahr z. B. bei Problemstellen wie Muttermale bestimmst. Wichtiger als rein technische Detailfragen ist es aber, ob Du die Hobelrasur überhaupt gut verträgst, denn in der Tat ist die Verletzungsgefahr bei Elektrorasierern und auch bei Systemrasierern fast gleich null, während Du Dich beim Rasierhobel schon ziemlich konzentrieren musst. Und das gilt gerade auch bei dessen Reinigung. Welche Rasurmethode wirklich zu Dir passt, kannst Du an den folgenden Fragen fest machen:

  • Wie oft rasierst Du Dich?
  • Wie viel Zeit kannst Du Dir für die Rasur nehmen?
  • Möchtest Du eine glatte Rasur oder andere Art?
  • Wie steht es um Deine Hautempfindlichkeit?
  • Neigst Du zu Pickeln oder anderen Hautunreinheiten?
  • Sollte der Rasierer möglichst günstig sein?
Rasierhobel - Rasierhobel Anleitung

Rasierhobel halten eine Ewigkeit

Rasierst Du Dich eher unregelmäßig und lässt Dir öfter einen etwas dichteren Bart stehen, sind viele Elektrorasierer schnell überfordert. Hier musst Du erstmal mit dem Langhaarschneider ran. Auch Systemrasierer mit vielen Klingen sind bei längeren Haaren schnell überfordert. Einen klaren Vorteil erzielt hier der Rasierhobel: Mit der scharfen Klinge lassen sich problemlos auch lange Haare entfernen. Willst Du allerdings eher weniger Zeit für Deine Rasur verschwenden, ist der Elektrorasierer auf jedenfall erste Wahl. Hier entfällt das Einseifen bzw. Einschäumen und Du kannst sofort loslegen.
Gerade für Konturen und aufwändigere Bärte ist der Rasierhobel eine tolle Wahl: Mit der Klinge lässt sich äußerst präzise schneiden – dazu brauchst Du beim Elektrorasierer schon ein spezielles Gerät (Barttrimmer).
Bei empfindlicher Haut solltest Du allerdings lieber zur Trockenrasur greifen, diese ist in der Regel deutlich hautschonender.

Auch die letzte Frage ist ziemlich wichtig, denn selbst wenn es zum elektrischen Rasierer nicht reicht, der billigste Rasierhobel muss nicht schlecht sein. Doch, sollte er schlecht sein, dann hat Deine Gesichtshaut bereits Lehrgeld gezahlt. Egal, für welches Rasiersystem Du Dich entscheidest, es sollte also von guter Qualität sein. Ein unpassendes Gerät beschert Dir eine ungepflegte Rasur und Du wirst öfter mit Rasurbrand und Rasierpickeln zu kämpfen haben.

Rasierhobel – Anleitung für die richtige Rasur

  • Zuerst muss eine passende Rasierklinge in den Rasierhobel eingelegt werden, Verankerungspunkte ermöglichen die eindeutige Lage. Achte darauf, dass Du eine scharfe Rasierklinge verwendest, sie muss aber nicht in jedem Fall nagelneu sein. Mit einer stumpfen Rasierklinge wirst Du unwillkürlich zu viel Druck ausüben mit der Folge einer Hautirritation (Rasurbrand).
  • Wasche erst einmal gründlich Dein Gesicht und auch den Hals mit warmem Wasser, um Fett und Talg zu entfernen und die Barthaare etwas weicher zu machen. Du kannst auch wenige Minuten ein warmes, nasses Tuch auf Dein Gesicht legen, damit sich die Poren etwas öffnen. Idealerweise rasierst Du Dich direkt nach dem Duschen oder nach einem ausgiebigen Bad.
  • Nutze Rasierseife und Rasierpinsel: Schäume die Rasierseife in einem kleinen Tiegel mit dem Rasierpinsel in lauwarmem Wasser auf, trage sie dann mit kreisenden Bewegungen auf Dein Gesicht und den Hals auf und lass sie zwei bis drei Minuten einwirken. Bewährt haben sich milde und leicht alkalische Rasierseifen. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein.
  • Beim Rasieren kannst Du Deine Gesichtshaut mit der anderen Hand etwas ziehend straffen bzw. spannen, auch das erweitert mechanisch die Poren. Rasiere die Barthaare dann in kurzen Streifen mit dem Strich, nicht gegen Richtung des Haarwachstums. Wiederhole das nicht zu oft auf derselben Stelle. Wasche danach sorgfältig die Seifenreste ab und schrecke die Haut auch kurz mit kaltem Wasser ab, denn dies beruhigt die Haut und schließt die Poren. Tupfe das Gesicht dann mit dem Handtuch vorsichtig ab, nicht kraftvoll reiben.
  • Abschließend solltest Du noch Pflegeprodukt verwenden, z. B. ein desinfizierendes Rasierwasser oder eine entzündungshemmende After-Shave Lotion, um einem Rasurbrand vorzubeugen. Danach spülst Du den auseinander gebauten Rasierhobel und die Rasierklinge mit warmem Wasser sorgfältig ab. Auch der Seifentiegel und der Rasierpinsel müssen gut gereinigt werden. Zum Trocknen hängst Du den Pinsel mit den Borsten nach unten auf.

Rasierhobel für Anfänger

Der Rasierhobel Anfänger ist erst einmal erschlagen von der Fülle des Angebots und steht vor einer echten Qual der Wahl. Ausschlaggebend ist meistens das Material und das Gewicht, das Gerät muss also gut und angenehm in der Hand liegen. Kunststoff oder Aluminium sind eher etwas zu leicht, Messing und Edelstahl sind etwas teurer, aber mit Blick auf ihre schier unendliche Haltbarkeit sind sie den Aufpreis wert. Besonders gut bewährt haben sich die verschiedenen „klassischen Rasierhobel“ für Anfänger von der Firma Mühle. Mehr zu diesem Thema findest Du in unserem Rasierer-Testbereich.

Beardman, 2017